Kanzlei Verbracken & Partner

Insolvenz wegen Steuerschulden: Wir prüfen Ihren Weg aus dem Druck.

Das Finanzamt fordert Geld, das Sie nicht aufbringen können? Eine Kontopfändung, Steuernachzahlung oder ein persönlicher Haftungsbescheid kann Ihre gesamte wirtschaftliche Planung unter Druck setzen. Wir helfen Ihnen, Klarheit zu gewinnen und die nächsten Schritte geordnet anzugehen.

Eine Insolvenz wegen Steuerschulden ist eine mögliche Lösung, aber nicht in jedem Fall der erste Weg. Wir prüfen mit Ihnen Alternativen und begleiten die Vorbereitung einer passenden Entschuldungsstrategie. Dabei koordinieren wir die Zusammenarbeit mit den zuständigen Rechtsanwälten und steuerlichen Fachleuten - für Privatpersonen, Selbstständige und Geschäftsführer.

Finanzamt und Pfändungsdruck: Wir ordnen Ihre Ausgangslage

Was ist bereits festgesetzt, was wird geschätzt und welche Fristen laufen? Wir erfassen mit Ihnen Steuerbescheide, Mahnungen, Pfändungen und offene Erklärungen. Eigene Steuerschulden werden von einer persönlichen Haftung für Gesellschaftssteuern getrennt.

Mit den zuständigen Fachleuten koordinieren wir die Prüfung der Forderungen und möglicher Rechtsbehelfe. So wird sichtbar, welche Fragen zuerst geklärt werden müssen. Bitte warten Sie bei laufenden Fristen nicht auf einen späteren Beratungstermin.

Ohne Insolvenz: Welche Möglichkeiten bestehen beim Finanzamt?

Nicht jede Steuernachforderung muss unmittelbar zu einer Insolvenz führen. Wir lassen prüfen, ob eine tragfähige Lösung außerhalb eines Insolvenzverfahrens möglich ist. Je nach Sachverhalt kommen etwa die Korrektur unzutreffender Grundlagen oder ein Antrag auf Stundung in Betracht.

Eine Stundung nach § 222 AO ist an Voraussetzungen gebunden und nicht für alle Steueransprüche zulässig. Sie ist keine automatische Zusage des Finanzamts. Wir verbinden die fachliche Prüfung mit einem realistischen Blick auf Ihre Zahlungsfähigkeit und die übrigen Gläubiger.

Werden Steuerschulden durch eine Insolvenz erfasst?

Steuerschulden sind nicht generell von einer Restschuldbefreiung ausgeschlossen. Entscheidend sind die konkrete Forderung, ihr Entstehungszeitpunkt und die gesetzlichen Ausnahmen. Wir lassen Ihre Verbindlichkeiten einzeln einordnen, statt eine pauschale Befreiung zu versprechen.

Eine deutsche Restschuldbefreiung kann Steuerverbindlichkeiten erfassen, die als Insolvenzforderungen einzuordnen sind. Neue steuerliche Verpflichtungen nach Verfahrenseröffnung werden dadurch nicht pauschal beseitigt. Wir prüfen mit Ihnen, welche Lösung zu Ihrer gesamten Schuldenlage passt.

Steuerhinterziehung: Forderungen und Strafverfahren getrennt prüfen

Offene Steuerschulden bedeuten nicht automatisch Steuerhinterziehung. Läuft jedoch ein Steuerstrafverfahren, stimmen wir Ihre Entschuldungsstrategie mit der zuständigen Verteidigung ab. Steuerforderung, Geldstrafe und persönliche Haftung sind unterschiedlich zu behandeln.

Bei einer rechtskräftigen Verurteilung wegen einer Steuerstraftat nach §§ 370, 373 oder 374 AO kann die damit zusammenhängende Steuerforderung nach § 302 Nr. 1 InsO von der deutschen Restschuldbefreiung ausgenommen sein; der besondere Rechtsgrund muss angemeldet werden. Geldstrafen werden durch diese Befreiung ebenfalls nicht beseitigt. Wir koordinieren die individuelle Prüfung mit den zuständigen Spezialisten.

Als Geschäftsführer persönlich für Unternehmenssteuern haften?

Das Finanzamt nimmt Sie für Steuerschulden Ihrer GmbH oder UG in Anspruch? Wir betrachten Gesellschaft und Privatperson getrennt und zugleich im Zusammenhang. Ein persönlicher Haftungsbescheid erfordert eine eigene Prüfung; eine Unternehmensinsolvenz löst Ihre private Haftungsfrage nicht automatisch.

Wir koordinieren die Prüfung nach §§ 34, 69 AO und betrachten mit Ihnen weitere Verpflichtungen wie Bürgschaften oder Geschäftsführerhaftung. So fließen mögliche Einwendungen und verbleibende Schulden in einen gemeinsamen Fahrplan ein.

EU-Insolvenz bei Steuerschulden: Ihre Möglichkeiten individuell prüfen

Auch bei hohen Steuerschulden lohnt sich ein Blick auf Ihre gesamte Situation. In unserer Insolvenzberatung prüfen wir neben deutschen Lösungen auch eine mögliche EU-Insolvenz, sofern Ihre tatsächlichen Verhältnisse und die gesetzlichen Voraussetzungen dafür sprechen.

Ein Umzug allein löscht keine Forderung. COMI, internationale Zuständigkeit, das anwendbare Recht und Ausnahmen von der Restschuldbefreiung müssen sorgfältig geprüft werden. Steuerliche Pflichten und strafrechtliche Verantwortung bleiben gesonderte Themen. Wir koordinieren die Perspektiven der beteiligten Länder.

Jetzt Erstberatung buchen: Klarheit über Ihre nächsten Schritte

Sprechen Sie mit uns, bevor der Druck weiter wächst. Halten Sie Steuer- und Haftungsbescheide, Mahnungen, Pfändungsschreiben sowie eine Übersicht Ihrer übrigen Schulden bereit. Wenn etwas fehlt, besprechen wir mit Ihnen die weitere Vorbereitung.

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Ihre Ausgangslage und welche fachlichen Prüfungen sinnvoll sind. Umfang und Kosten einer weiteren Beauftragung werden gesondert geklärt. Ein Termin stoppt weder Vollstreckungsmaßnahmen noch gesetzliche Fristen automatisch.

Quellen und rechtliche Grundlagen

Quellenstand: 31. Oktober 2026

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